Wir haben uns 2008 im Zuge des Widerstands gegen Studiengebühren gegründet. Ziel war es von Anfang an, sich unabhängig vom Kern-AStA und von parteipolitischen Strukturen in einem undogmatischen linken Rahmen organisieren zu können. Unser thematischer Schwerpunkt hat sich in den vergangenen Jahren von der Hochschulpolitik hin zu gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen und Widerstandsbewegungen gegen hegemoniale Herrschaftsverhältnisse verlagert. In diesem Sinne verorten wir uns als Teil einer globalen Bewegung, die die Veränderung der herrschenden Verhältnisse jenseits von Parlamenten, Gremien und sonstiger Stellvertreter_innen-Politik als unablässlichen Teil ihres Handelns begreift. Wir sind davon überzeugt, dass es weltweit widerständige Praktiken, kleinere und größere Protestbewegungen sowie grenzensprengende Solidarität gibt, die Risse in der hegemonialen Ordnung entstehen lassen. Ein wichtiger Bezugspunkt unseres Handelns stellen in diesem Kontext die Ideen der zapatistischen Bewegung aus Chiapas/ Mexiko dar. Ihre Prinzipien der basisdemokratischen Selbstorganisation und des emanzipatorischen Widerstandes inspirieren uns in unserer politischen Arbeit. Dies bedeutet für uns nicht nur eine direkte solidarische Unterstützung der zapatischen Bewegung, sondern vor allem auch, selbst in lokalen Zusammenhängen aktiv zu werden, Widerstand zu organisieren und auch mitzugestalten. Anstelle eines dogmatischen Programms und des Wartens auf die große Revolution, die alles umwälzen wird, kann schon jetzt begonnen werden, mit einer Welt, in der viele Welten möglich sind!