Archiv der Kategorie 'Infoveranstaltung'

Die Türkei: Manifestierung einer Diktatur

Vortrag und Diskussion mit der Journalistin und Fotografin Duygu Yildiz

Duygu Yildiz wird sich während des Vortrags vor allem auf die politische
Lage im Westen der Türkei und in Kurdistan beziehen. Zudem wird sie die
Frage aufmachen, welche Alternative die türkische und kurdische Linke
bieten könnte.

Während des Vortrags werden Bilder aus der Zeit der Ausgangssperren in
Kurdistan im Jahr 2016 zu sehen sein. Duygu Yildiz war in dieser Zeit
auch von den Ausgangssperren betroffen und hielt ihre Erlebnisse in
dieser Zeit fotografisch fest.

03. Juli 2017 | 20 Uhr | Extra Blues Bar
veranstaltet von gruppe_x und der AG Freie Bildung der Uni Bielefeld mit Duygu Yildiz

Das Mietshäuser Syndikat – Selbstorganisiert wohnen, solidarisch wirtschaften

Was bringt Menschen dazu, sich mit anderen für ein Hausprojekt zusammenzuschließen und als Teil des Mietshäuser Syndikats (MHS) ihre Freizeit in ein Haus zu investieren, das ihnen am Ende gar nicht „selbst“ gehört? Ist es die Aussicht auf bezahlbare Mieten? Die Idee des Gemeineigentums? Ist es der Wunsch nach gelebter Solidarität und Selbstorganisation? Oder die diebische Freude daran, dem Immobilienmarkt seine Spekulationsobjekte zu entziehen? Gewiss ist, dass das MHS wächst. Anfang der 1990er als kleine unbeugsame Enklave ehemals besetzter Häuser in Freiburg gestartet, gibt es mittlerweile (fast) im ganzen bundesdeutschen Raum 112 MHS-Projekte, und auch in Österreich, der Schweiz und den Niederlanden entstehen MHS-„Ableger“.

Bewohner*innen des Bielefelder Projektes f.l.o.s.s.e. erzählen, wie das MHS organisatorisch und formell aufgebaut ist und wie ein Hausprojekt innerhalb des MHS realisiert werden kann, und versuchen dabei Antworten auf die eingangs aufgeworfenen Fragen zu finden.

10. Oktober 2016 | 20 Uhr | Extra Blues Bar
veranstaltet von gruppe_x & AG Freie Bildung mit Bewohner*innen des Wohnprojektes F.L.O.S.S.E.

Abschiebehaft – aktuelle politische und gesetzliche Entwicklungen

Am 15. Mai 2015 wurde die Abschiebehaft in Büren wieder offiziell eröffnet. Seitdem werden Abschiebehäftlinge wieder dort eingesperrt. Büren ist nicht der einzige Knast in Deutschland, der für die konsequente Durchsetzung von Abschiebungen sorgen soll. In den letzten Monaten hat die Politik auf Bundesebene weitere gesetzliche Verschärfungen durchgesetzt – ebenso erlässt das Land NRW noch im Juni 2016 neue Restriktionen. Frank Gockel, der seit Jahren für die Abschaffung von Abschiebehaft kämpft, wird die aktuellen Entwicklungen darstellen und kommentieren.

06. Juni 2016 | 20 Uhr | Extra Blues Bar
veranstaltet von der AntiRa AG der Uni Bielefeld mit Frank Gockel

Stop Deportation! Abschiebungen verhindern

Über 10.000 Menschen wurden im Jahr 2014 aus Deutschland abgeschoben. Über ein Drittel davon in andere europäische Länder, weil Deutschland gemäß der Dublin-Verordnung nicht für das Asylverfahren der Menschen, die bereits ein anderes europäisches Land betreten haben, zuständig ist. Wer also beispielsweise über Italien oder Ungarn eingereist ist, bekommt in Deutschland kein Asylverfahren, sondern wird wieder dorthin zurückgeschoben. Viele Geflüchtete berichten jedoch immer wieder, in Italien auf der Straße leben zu müssen oder in Ungarn im Knast eingesperrt gewesen zu sein. Nach monate- oder jahrelanger Flucht können sie so auch nachdem sie in Europa angekommen sind, nicht zur Ruhe kommen.

Die Abschiebungspraxis deutscher Behörden selbst ist für viele Asylsuchende traumatisierend. MitarbeiterInnen der Polizei und der Ausländerbehörden kommen, meist unangekündigt, nachts oder in den frühen Morgenstunden in die Unterkünfte oder Wohnungen, um die Betroffenen zum Flughafen zu bringen. Diese haben meist nur eine halbe Stunde Zeit, um auszuwählen, was sie mitnehmen möchten. Dabei darf ihr Gepäck höchstens 20 kg pro Person betragen. Die Möglichkeit, sich von FreundInnen und Verwandten zu verabschieden oder einen Rechtsanwalt zu kontaktieren gibt es meist nicht.

Doch es regt sich Widerstand auf unterschiedlichen Ebenen. So leisten einerseits Geflüchtete noch während dem Akt der Abschiebung selbst Widerstand, auch wenn meist versucht wird, diesen brutal zu brechen. Andererseits wurden auch kollektive Widerstandsmöglichkeiten in den letzten Monaten, insbesondere in Osnabrück erfolgreich erprobt. Über 30 Abschiebungen konnten dort inzwischen durch Blockadeaktionen verhindert werden.

Wir wollen gemeinsam mit euch überlegen, ob und wie auch in Bielefeld und Umgebung Abschiebungen konkret verhindert werden können, welche Strukturen und Bündnisse es braucht und wie wir diese gemeinsam aufbauen können.

13. April | 20 Uhr | Extra Blues Bar
Veranstaltet von der Antira-AG/move & resist mit Referent_innen von No Lager Osnabrück und dem AK Asyl Bielefeld

Solidarische Landwirtschaft als Teil linker Gesellschaftsveränderung

Beim Roten Montag im Februar beschäftigen wir uns mit dem Thema Landwirtschaft und solidarische Selbstorganisation. Der Referent wird zunächst über seine Erfahrungen aus der Gemüsekooperative „Rote Beete“ im Leipziger Umland berichten. Im Anschluss daran soll gemeinsam diskutiert werden, welche Bedeutung landwirtschaftliche Produktion in der kapitalistischen Gesellschaft hat und warum Landwirtschaft im Horizont der radikalen Linken eher selten thematisiert wird. Auch soll zur Sprache kommen, inwieweit solidarisch-selbstorganisierte und unkommerzielle Kooperativen dazu beitragen können, Menschen für linke Perspektiven zu gewinnen. Und schließlich ist die Frage, inwieweit kooperative Produktion selbst als gesellschaftliche Veränderungsstrategie gelten kann, wenn etwa wie im Fall der „Rote Beete“ ein Bedarf an Grundnahrungsmitteln ansatzweise jenseits von Warenproduktion und Verteilung über den Markt erfüllt wird.

3. Februar 2014 | 20Uhr | von Antifa-AG an der Uni Bielefeld mit einem Genossen aus Leipzig