Archiv der Kategorie 'Diskussionsveranstaltung'

Star Trek als feministische Utopie?

Geschlechtslose Humanoide, ein Symbiont abwechselnd in weiblichem und männlichem Körper, ein schwangerer Mann, weibliche Kapitäninnen, Kommandeurinnen und Admirälinnen – das alles gibt es in der Science Fiction Serie Star Trek. Handelt es sich hierbei um feministische Utopien?

Wir wäre das utopische Moment in Star Trek aus Sicht von Gleichheits- und Differenzfeminismus, aus den Perspektiven eines radikalen oder queerfeministischen Ansatzes einzuschätzen? Darüber wird an diesem Roten Montag vorgetragen und beraten werden.

Anhand allgemeiner und feministischer Utopietheorie diskutieren wir den utopischen Gehalt bei Star Trek, insbesondere in den Serien „The Next Generation“ und „Deep Space Nine“. Ein Vortrag, der sowohl für gesottene Fans als auch Star Trek-Neulinge verspricht unterhaltsam zu werden.

Lisa Doppler studierte Migrationswissenschaften und arbeitet zur Zeit an ihrer Dissertation zu Refugeestrike und Herbert Marcuses Protesttheorie. Alexander Neupert-Doppler schrieb Bücher zu Staatsfetischismus (2013) und Utopie (2015) und arbeitet als Bildungsreferent der Falken in Hannover.

06. März 2017 | 20 Uhr | Extra Blues Bar
veranstaltet von der AG Freie Bildung der Universität Bielefeld mit Lisa Doppler

NEUER TERMIN!: Popfeminismus zwischen Emanzipation und Selbstinszenierung

Spätestens seit Miley Cyrus 2014 nackt auf einer Abrissbirne saß und sich als „eine der größten Feministinnen der Welt“ bezeichnete, werden feministische Themen auch im Mainstream der Popkultur verhandelt. Welche Möglichkeiten und Grenzen ergeben sich aus der Popkultur als Aktionsfeld des Feminismus? Inwieweit trägt die Repräsentation von Frauen* in der männerdominierten Popkultur zur Entwicklung von DIY Strukturen bei und verhilft zur Aneignung subversiver Räume? Ermöglicht Popfeminismus eine Verbreitung emanzipatorischer Ansätze oder besteht andererseits die Gefahr, dass Feminismus durch inhaltsleere (Selbst-)Inszenierungen zu einer hohlen Phrase verkommt? Wann verfällt aber eine feministische Kritik an dieser Selbstinszenierung auch in konservative Ideen vom „richtigen Feminismus“? Um diese Fragen zu diskutieren, wollen wir uns als Einstieg damit auseinandersetzen, was mit Popfeminismus eigentlich gemeint ist und seit wann Feminist*innen versuchen, Popkultur für sich zu nutzen. Von den Riot Grrrls bis zur R&B-Königin Beyonce heute, wollen wir gemeinsam mit der Referentin, Katja Peglow, (pop-)feministische Inhalte und Kritik in den Blick nehmen.

Katja Peglow arbeitet in Köln als Kulturwissenschaftlerin und freie Journalistin für Popkultur-Magazine wie Missy Magazine und Intro. 2011 brachte sie im Ventil Verlag den Band „Rot Grrrr Revisited! Geschichte und Gegenwart einer feministischen Bewegung“ heraus.

21. November 2016 | 20 Uhr | Extra Blues Bar
veranstaltet von der Interventionistischen Linken (iL) Bielefeld mit Katja Peglow.

Das Mietshäuser Syndikat – Selbstorganisiert wohnen, solidarisch wirtschaften

Was bringt Menschen dazu, sich mit anderen für ein Hausprojekt zusammenzuschließen und als Teil des Mietshäuser Syndikats (MHS) ihre Freizeit in ein Haus zu investieren, das ihnen am Ende gar nicht „selbst“ gehört? Ist es die Aussicht auf bezahlbare Mieten? Die Idee des Gemeineigentums? Ist es der Wunsch nach gelebter Solidarität und Selbstorganisation? Oder die diebische Freude daran, dem Immobilienmarkt seine Spekulationsobjekte zu entziehen? Gewiss ist, dass das MHS wächst. Anfang der 1990er als kleine unbeugsame Enklave ehemals besetzter Häuser in Freiburg gestartet, gibt es mittlerweile (fast) im ganzen bundesdeutschen Raum 112 MHS-Projekte, und auch in Österreich, der Schweiz und den Niederlanden entstehen MHS-„Ableger“.

Bewohner*innen des Bielefelder Projektes f.l.o.s.s.e. erzählen, wie das MHS organisatorisch und formell aufgebaut ist und wie ein Hausprojekt innerhalb des MHS realisiert werden kann, und versuchen dabei Antworten auf die eingangs aufgeworfenen Fragen zu finden.

10. Oktober 2016 | 20 Uhr | Extra Blues Bar
veranstaltet von gruppe_x & AG Freie Bildung mit Bewohner*innen des Wohnprojektes F.L.O.S.S.E.

Abschiebehaft – aktuelle politische und gesetzliche Entwicklungen

Am 15. Mai 2015 wurde die Abschiebehaft in Büren wieder offiziell eröffnet. Seitdem werden Abschiebehäftlinge wieder dort eingesperrt. Büren ist nicht der einzige Knast in Deutschland, der für die konsequente Durchsetzung von Abschiebungen sorgen soll. In den letzten Monaten hat die Politik auf Bundesebene weitere gesetzliche Verschärfungen durchgesetzt – ebenso erlässt das Land NRW noch im Juni 2016 neue Restriktionen. Frank Gockel, der seit Jahren für die Abschaffung von Abschiebehaft kämpft, wird die aktuellen Entwicklungen darstellen und kommentieren.

06. Juni 2016 | 20 Uhr | Extra Blues Bar
veranstaltet von der AntiRa AG der Uni Bielefeld mit Frank Gockel

Pädagogik im Namen der Freiheit. Ansätze und Kritik libertärer Pädagogik

Unter libertärer Pädagogik sind pädagogische Vorstellungen und Ansätze
zu verstehen, die die Freiheit des Einzelnen betonen und zum Ziel haben.
Dabei geht es nicht um eine Freiheit im liberalen Sinne und auf Kosten
anderer. Diese Betonung der Freiheit hat weitreichende Konsequenzen wie
Pädagogik gedacht werden kann und muss, aber auch auf den praktischen
pädagogischen Bezug. Zum Beispiel wird die Schule aus dieser Perspektive
kritisiert, da es ihr nicht vor allem um die einzelnen Schüler*innen,
sondern um gesellschaftliche Notwendigkeiten geht, die mit der Freiheit
der Einzelnen nicht unbedingt vereinbar sind.
Doch was genau ist unter libertärer Pädagogik zu verstehen? Was
kennzeichnet diese? Kann überhaupt von DER libertären Pädagogik
gesprochen werden? Wer sind Vertreter*innen libertärer Pädagogik? In
einem Vortrag soll diesen Fragen nachgegangen werden. Dabei werden auch
aktuelle praktische Beispiele vorgestellt.

02. Mai | 20 Uhr | Extra Blues Bar
Veranstaltet von gruppe_x mit Stephan Geuenich