Archiv der Kategorie 'AG Freie Bildung'

*Trans* Solidarität und Unterstützung

Was genau ist eigentlich „Geschlecht“ und was ist trans*? Wie äußert
sich trans* Feindlichkeit? Was sind cis-Privilegien? Wie kann ein
solidarischer und unterstützender Umgang mit trans* Leuten aussehen? Wie
können linke und feministische Räume/Partys trans* inklusiv gestaltet
werden und was gibt es dabei zu beachten?

Kein Vorwissen nötig! Fragen stellen erlaubt (auch wenn du nicht genau
weißt, ob du das trans* sensibel ausdrücken kannst)!

02. März | 20 Uhr | Extra Blues Bar
Veranstaltet von der AG Freie Bildung mit Finn

Der Kampf in den Kurven – Politische Konflikte in der Fußball-Fanszene

Vortrag und Diskussion mit Peter Römer

Waren es bis in die 1990er Jahre Hooligans, die die Szenerie in den deutschen Fankurven dominierten, prägen spätestens seit der Jahrtausendwende die Ultras das Bild der aktiven Fans in den Stadien. Doch die Hooligan-Bewegung verschwand damit nicht. Wie stehen eigentlich beide Bewegungen zueinander und welche Schnittmengen, vor allem aber auch Konflikte gab oder gibt es zwischen diesen beiden Subkulturen auf den Rängen?

„Transparent“-Autor Peter Römer analysiert in seinem Vortrag ausgewählte Beispiele des Konflikts zwischen diesen beiden Fangruppen innerhalb desselben Verein, die oft genug politisch aufgeladen sind, blickt aber auch kritisch auf Fälle gemeinsamen Vorgehens. Weiterhin fragt er nach Möglichkeiten der Intervention im Falle von Konflikten.

Peter Römer wurde 1984 geboren und studierte Politikwissenschaft, Geschichte und Öffentliches Recht in Münster und Warschau. Seit seiner frühen Kindheit geht er wöchentlich ins Stadion. Sein Interesse an Fankultur und Politik motivierte ihn, seit Anfang 2012 Redakteur des „Transparent“-Magazins zu werden, das sich mit genau diesen Themen auseinandersetzt. Er arbeitet in einer NS-Gedenkstätte und promoviert in Geschichte.

Im Anschluss an den Vortrag werden neuere Entwicklungen in der Bielefelder Fanszene thematisiert (Fanprojekt Bielefeld angefragt).

01. September 2014 | 20Uhr | Extra Blues Bar
Veranstaltet von: //re_vision medienkollektiv und AG Freie Bil­dung mit Peter Römer

This is madness! Zur Sozialpsychologie des Kapitalismus

Dass diese Welt verrückt ist und auch verrückt macht, ist mittlerweile
längst zur Floskel geworden, mit der das nachbürgerliche Subjekt sein
gesellschaftliches Verhältnis etikettiert. Und tatsächlich ist es fast
schon eine allenthalben zugestandene Binsenweisheit, dass der Kapitalismus
in all seinen Ausformungen in der Produktions- wie Konsumsphäre,
öffentlich und privat, krank macht – und zwar, wie man so sagt, psychisch
krank.
Zweifelsohne gibt es zwischen der protestantischen Ethik und den seelischen
Konflikten mehr als nur Kongruenzen; der von Max Weber beschriebene
Berufsmensch ist dem Neurotiker und Psychotiker in vielen Merkmalen zum Verwechseln
ähnlich, die technologische Rationalität vom alltäglichen Wahnsinn kaum
unterscheidbar. Früher waren es die nervösen Leiden, die ein ganzes
Zeitalter prägten; dann kam die große Welle der Hysterie, die Schizophrenie,
schließlich – heute – die krude Mischung aus Depression und Hyperaktivität;
weit über die klinische Psychiatrie hinaus wird Borderline zur selbstverständlichen Diagnose.
Was darüber hinaus allerdings „normalisiert“ wird, ist der pathologische
Befund über die kapitalistische Gesellschaft an sich: sie erscheint zwar
nicht als gesund, aber immer noch als gesündeste Ordnung, um der
Menschheit ein allgemeines Seelenheil zu bescheren. Oder?
Und was ist eigentlich aus der Kritik der Pädagogisierung und
Psychologisierung des Menschen geworden?

04.11.2013 | 20h | von AG FreieBildung mit Roger Behrens

Umbruch, stetiger Prozess, Revolution, kleine Schritte – wie die Gesellschaft verändern?

Pünktlich zum neuen Jahr fragt der Rote Montag danach, wie sich die Veränderung der Gesellschaft denken lässt. Als radikale Linke träumen wir ja öfter mal vom Kommunismus, von der herrschaftsfreien Gesellschaft, von der freien Assoziation freier Individuen oder einfach davon, „ohne Angst verschieden sein zu dürfen“. Aber wie stellen wir uns den Weg von hier nach dort eigentlich vor? Wollen wir auf den Tag der Revolution hinaus? Oder geht es eher um einen stetigen Prozess der gesellschaftlichen Veränderung, der lange dauern wird? Schreiten wir fragend voran? Oder wissen wir wie’s geht? Und: Wohin soll es eigentlich gehen? Oder muss man das nicht wissen?

Diese Fragen werden wir beim Roten Montag angehen. Zunächst werden Vertreter_innen einiger der am Roten Montag beteiligten Gruppen und weitere Einzelpersonen ihre Vorstellung von gesellschaftlicher Veränderung in 5 Minuten skizzenhaft vorstellen. Nach diesen kurzen Statements wollen wir in eine offene Diskussion übergehen, zu der wir alle Anwesenden herzlich einladen!

Auch wenn es etwas spät ist: Wir lassen zum neuen Jahr noch einmal für alle die Sektkorken knallen!

7. Januar 2013 | 20Uhr | von und mit [Roter Montag]

„Dem Kirchenchor dazwischen singen!“ – Liederabend 2.0

Ende November beginnt sie wieder, die Adventszeit. Draußen wird es immer ungemütlicher, dunkel und kalt, drinnen treffen sich die Familien bei heißem Kakao und Kerzenschein, es weihnachtet gar zu sehr und die alljährlichen Lieder werden angestimmt um Christkind, Nikolaus und Weihnachtsmann willkommen zu heißen. Dabei fällt bei aller Heimeligkeit untern vollbepackten Tisch, dass Nikolaus und Weihnachtsmann ihre Geschenke nicht selber basteln, ja selbst der Vertrieb der Produkte ist längst outgesourct! Den Wichteln, die die Drecksarbeit da draußen bei Eiseskälte verrichten müssen, den Rentieren, die sich vor lauter Frust ´ne rote Nase saufen, kurz: der Arbeiter_innenschaft gilt auch dieses Jahr unsere Solidarität! Kurz vor Nikolaus, bevor die Lieder angestimmt werden, mit denen diese gar schrecklichen Arbeitsbedingungen jedes Jahr auf´s Neue verherrlicht und gerechtfertigt werden, wollen wir euch einladen mit uns zusammen und in vollem Brustton der Überzeugung, unterstützt durch eine wärmende Lokalrunde, dagegen zu halten und die alten und jüngeren Klassiker des Proletariats anzustimmen!
Dabei wird uns diesmal die „Rote Soirée Fraktion“ aus Bielefeld live unterstützen. Später gibt es dann noch „Dampflokverbot“ mit Musik im Stile des postmodernen Prekariats, damit ihr auch alle auf Eure Kosten kommt!

3. Dezember 2012 | 20Uhr | von [Roter Montag] mit Rote Soirée Fraktion + Dampflokverbot (spielt Sitzmusik)