Das Mietshäuser Syndikat – Selbstorganisiert wohnen, solidarisch wirtschaften

Was bringt Menschen dazu, sich mit anderen für ein Hausprojekt zusammenzuschließen und als Teil des Mietshäuser Syndikats (MHS) ihre Freizeit in ein Haus zu investieren, das ihnen am Ende gar nicht „selbst“ gehört? Ist es die Aussicht auf bezahlbare Mieten? Die Idee des Gemeineigentums? Ist es der Wunsch nach gelebter Solidarität und Selbstorganisation? Oder die diebische Freude daran, dem Immobilienmarkt seine Spekulationsobjekte zu entziehen? Gewiss ist, dass das MHS wächst. Anfang der 1990er als kleine unbeugsame Enklave ehemals besetzter Häuser in Freiburg gestartet, gibt es mittlerweile (fast) im ganzen bundesdeutschen Raum 112 MHS-Projekte, und auch in Österreich, der Schweiz und den Niederlanden entstehen MHS-„Ableger“.

Bewohner*innen des Bielefelder Projektes f.l.o.s.s.e. erzählen, wie das MHS organisatorisch und formell aufgebaut ist und wie ein Hausprojekt innerhalb des MHS realisiert werden kann, und versuchen dabei Antworten auf die eingangs aufgeworfenen Fragen zu finden.

10. Oktober 2016 | 20 Uhr | Extra Blues Bar
veranstaltet von gruppe_x & AG Freie Bildung mit Bewohner*innen des Wohnprojektes F.L.O.S.S.E.